Die Gründung der Stiftung für die Natur Ravensberg
Die Stiftung für die Natur Ravensberg wurde 1985 von dem Architekten Hans Holzapfel (1913 - 1993) in Bünde in der Rechtsform einer selbständigen gemeinnützigen Stiftung privaten Rechts errichtet. Die notwendigen Mittel gewinnt die Stiftung aus Gewerbe-Immobilien. Den Anstoß zur Gründung gaben zwei von Holzapfel großzügig unterstützte lokale Initiativen: die eine zur Rettung und zum Erwerb des Herrenhauses von Stift Quernheim (ein Fachwerkbau aus dem frühen 17. Jahrhundert), die andere zum Schutz der Else-Aue (ein naturnahes Refugium für Tiere und Pflanzen in der zersiedelten Landschaft zwischen Bünde und Kirchlengern). Der Zeitgeist, wie er damals in Behörden und bei vielen Privatleuten herrschte, hatte das Baudenkmal mit Abriss bedroht und den Flusslauf im Rahmen des Hochwasserschutzes mit Begradigung, also mit Zerstörung. Da die frühen Initiativen des Stifters Erfolg hatten, lag es nahe, durch eine Stiftung auch künftig privates Engagement für Umwelt und Natur zu fördern.
Unsere Ziele
Als Stiftungszweck nennt die Satzung den Schutz, die Pflege und Entwicklung natürlicher Lebensräume für Pflanze, Tier und Mensch sowie darüber hinaus die Förderung zukunftsweisender Lösungsansätze bei aktuellen ökologischen Problemen. So sind seither vielfältige Aktivitäten entwickelt worden, wobei wegen ihrer Ausrichtung vorwiegend auf die Region Ostwestfalen-Lippe stets die Kooperation mit heimischen Institutionen und Verbänden gesucht wird. Ideenfindung, Projektentwicklung, Koordinierung von Kooperationspartnern und Öffentlichkeitsarbeit obliegt einem ehrenamtlichen Vorstand und Beirat, in dem vielfältige berufliche Qualifikationen und langjährige Erfahrung in unterschiedlichen Feldern des Natur- und Umweltschutzes zusammenkommen. Seit 2000 ist die Stiftung Mitglied im Bundesverband Deutscher Stiftungen und als solches auch in dessen Arbeitskreis "Umwelt, Natur- und Landschaftsschutz" tätig. Da die Stiftung finanziell, politisch und organisatorisch unabhängig ist, kann sie ihre Tätigkeit im Rahmen ihrer Satzungsziele frei gestalten. Ihre Unabhängigkeit ist darüber hinaus Voraussetzung dafür, daß sie auch die Treuhänderschaft für andere Organisationen mit ähnlichen Zielen übernehmen kann, so für die nicht-selbständige "Stiftung Rieselfelder Windel", für das Expo-Projekt "Militär und Naturschutz in der Senne" oder für die "NaturSchule" in Bielefeld.
Aktivitäten
Jüngste Aktivitäten zu den Schwerpunkten Ökologische Landwirtschaft, Freiflächenschutz, Öffentlichkeitsarbeit:
- Modellprojekt "Ökologisch erzeugen - regional vermarkten".
- Produktion des Filmes "Bauernträume - Segen und Fluch des Stickstoffs".
- Naturschutzfachliche Gutachten zu FFH-Schutzgebieten.
- Rechtshilfefonds für juristische Auseinandersetzungen zugunsten des Naturschutzes.
- Handreichungen für Betroffene und Öffentlichkeit in ausgewählten Problemfeldern
des Umweltschutzes, z.B. Regenrückhaltung, Niedrigenergiehaus, Windkraft - Dokumentation
"Kalksteinabbau? Aufforderung zum intelligenten Umgang mit einem begrenzten
Rohstoff"
- Studie "Analysen und Forderungen zum Umgang mit Abgrabungen im Regierungsbezirk
Detmold - Defizite und Fehlentwicklungen".
- Studie "Hinweise zu Planung, Dimensionierung, Bau, Betrieb und Wartung von
Pflanzenkläranlagen"
- Naturpädagogische Angebote für Kinder, Jugendliche und Erwachsene im Umland
der Städte Bielefeld, Gütersloh und Herford. Einige der Aktivitäten sind dokumentiert
worden und können unter "Produkte" bestellt werden.
Stiftung für die Natur Ravensberg • Am Herrenhaus 27 • 32278 Kirchlengern • info@stiftung-ravensberg.de
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