Umfrage Altstandorte und Leerstände abgeschlossen

Steinhagen, 10. August 2016

Kommunen im Kreis Gütersloh gehen nicht genug gegen Flächenfraß vor

GNU-Umfrage über „Altstandorte und Leerstände“ lässt viele Fragen offen.

nobila blick von oben

Im Kreis Gütersloh werden weiter in großem Umfang landwirtschaftliche Flächen und Naturraum für Straßen, Gewerbe oder Wohnen verbaut. Nach Angaben von Information und Technik NRW sind von 1992 bis 2013 nahezu 4000 Hektar an Siedlungs- und Verkehrsfläche hinzugekommen. Mittlerweile sind das 21.000 Hektar, ein Fünftel des Kreisgebietes. In Ostwestfalen-Lippe werden neben dem Kreis Paderborn im Kreis Gütersloh am meisten naturnahe oder landwirtschaftliche Böden für solche Zwecke geopfert, anstatt Altstandorte und Leerstände intensiver zu nutzen und auf eine Flächen sparende Bauweise zu setzen. Die Gemeinschaft für Natur und Umweltschutz e.V. (GNU) hat deshalb im Herbst 2015 mit Unterstützung der Stiftung für die Natur Ravensberg die „Umfrage Altstandorte und Leerstände“ gestartet und den 13 Kommunen des Kreises Gütersloh einen Fragenkatalog zugesandt.

Zehn Kommunen haben mehr oder weniger detailliert geantwortet, drei nicht: Schloß-Holte Stukenbrock, Langenberg und Herzebrock-Clarholz“, sagt GNU-Sprecherin Marion Ernsting. „Die Antworten zeigen, dass die meisten Kommunen den nachhaltigen Umgang mit Boden ernst nehmen. Sie zeigen teilweise auch, welche Faktoren u.a. die zwingend notwendige Wende im rasanten Flächenverbrauch behindern. Und sie zeigen, welche Daten bisher nicht zu Rate gezogen wurden.“

Die Ergebnisse im einzelnen finden Sie auf dieser Website unter Projekte.

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